Vor 2 Wochen standen in den USA und insbesondere für St. Louis gleich zwei Großereignisse statt: die finalen Games der World Series und natürlich Halloween.
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| Mein Pumkin ist irgenwie eher zum | Knuddeln als zum Gruseln... |
Natürlich mussten die Siege auch ordentlich gefeiert werden. Man würde ja annehmen, dass die Clubs Downtown überflutet sein müssten, wenn die Cardinals das vorletzte Spiel in der letzten Minute gewonnen haben… Leider ist das nicht so. Trotzdem war es lustig mit den anderen Internationalen Studis, unter anderem mit Alejandro und Andi (aus Frankfurt). Hier spielen die Clubs & Bars keine Electro Music wie in Deutschland, es wird meistens Querbeet aufgelegt mit einem deutlich höheren Black Music Anteil als in Deutschland. Habe ich schon erwähnt, dass die Bars und Clubs in St. Louis schon 3 Uhr schließen müssen? Von ausgiebigen europäischen Party-Nächten kann man hier also nur träumen. Dafür tanzen die jungen Amerikanerinnen umso wilder und unanständiger – die Hollywood Movies übertreiben also nicht immer… | Champions Parade |
So, bei dem ganzen Sport-Gelaber hätte ich doch Halloween fast vergessen. Die Amerikaner lieben es! Überall findet man geschnitzte Kürbisse - wie man sieht habe ich mein Glück da auch mal versucht -, Spinnenweben, gruselige Hexen und Halloween-Kostüm-Läden öffnen extra nur für dieses Ereignis. Wir sind zu der Halloween-Party der Law School gegangen. Ich muss sagen: die Atmosphäre in Ilmenau gefällt mir besser! Selbstgebastelte Kostüme sind doch spannender als perfekte gekaufte Kostüme. Außerdem neigt man hier dazu, immer irgendwen/was aus einem Hollywood-Film darzustellen. So fragt man hier "Who do you play?" anstelle von "Was stellst du da". Am nächsten Abend war dann im Bar-Viertel Central West End ein großer Kostümkontest. Zufällig bin ich auf eine Party gelangt, im obersten Stockwerk an dem Platz, wo die Bühne dafür war. Perfekt - beste Sicht bei warmen Füßen und freien Drinks ;-) Den Hauptpreis von immerhin 1500$ hat 'Edward with the scissor hands' gewonnen. Sehr beliebt waren auch Black Swan, Lady Gaga, Drag Queens in jeglicher Form und Super Mario. Auch Toastbrote, Töpfe, Bananen und Duschen waren dabei :-)
Nun aber mal zu meiner Arbeit: an diesem Samstagmorgen (*ätz*) war ich am St. Louis Science Center, weil meine Undergraduate-Research-Gruppe – mich inbegriffen - dort in 2 Wochen eine Demonstration unseres Projekts geben müssen. Und zwar steuern wir einen einfachen Roboter mit einem EEG Signal, dass wir über ein EEG Headset von einer Person empfangen. Mit reinem Denken können wir den Robotor leider noch nicht lenken, aber immerhin bewegt er sich momentan vorwärts wenn man zwinkert und nach rechts oder links, je nach dem in welche Richtung man seinen Kopf dreht. Übernächsten Samstag sollen wir das dann Kindern mit ihren Eltern auf unterhaltsame Weise im Science Center vermitteln - da bin ich aber mal gespannt...
| Jason und Jenny am EEG Daten produzieren |
Ich hoffe, in Deutschland und wo ihr sonst gerade seid ist alles im Lot. Ich denke an euch. Alles Liebe aus St. Louis,
Chrissi


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